Wissenserzeugung
Aufbauend auf den Erfahrungen der am Projekt beteiligten Partnern auf dem Gebiet der Feinstaubproblematik, soll die Ultrafeinstaub- bzw. Nanopartikelproblematik bearbeitet werden. Mit NanoCare soll zur Diskussion des Themas "Schwellenwert" und somit zur Risikobewertung von schwerlöslichen nanoskaligen Partikeln (NP) ein relevanter Beitrag geleistet werden. Zur Abschätzung des Risikopotentials werden im Rahmen des Projektes unterschiedliche NP systematisch hergestellt, charakterisiert und untersucht. Zur Einschätzung des Gefährdungspotentials müssen physikalisch chemische Eigenschaften gemessen und das Verhalten im biologischen Testsystem untersucht werden. Die
Kenntnis der Löslichkeitseigenschaften des NP ist der erste wichtige Schritt in der toxikologischen Bewertung. Industriell hergestellte NP liegen häufig als mehrere Mikrometer große Aggregate bzw. Agglomerate vor, die sich aus nur wenigen Nanometer großen Primärpartikeln zusammensetzen. Systematische Untersuchungen zur mechanischen Stabilität dieser Aggregate bzw. Agglomerate bilden einen weiteren wichtigen Ansatz zur Abschätzung eines möglichen Gefährdungspotentials.
Ein standardisiertes Verfahren zur Messung des Staubungsverhaltens und somit zur Bestimmung einer sogenannten "Staubungskennzahl" ist der nächste wichtige Schritt zur Bewertung eines NP.
Nicht zuletzt werden außerdem die vorher untersuchten NPs konkret an verschiedenen Arbeitsplätzen untersucht und gemessen. Dieses beinhaltet den Vergleich mit den reinen Produktpartikeln sowie Untersuchungen zu deren Dynamik im luftgetragenen Zustand, einem wichtigen Expositionspfad gegenüber NPs.
Nach Bestimmung geeigneter Endpunkte soll eine vergleichende Untersuchung der biologischen Wirkungsstärke in Abhängigkeit der Partikeleigenschaften und der Partikelart erfolgen. Die Messtechnik soll weiterentwickelt werden, um ein Screening verschiedener Aerosole und Nanopartikeln zu ermöglichen.


