Gesundheit und Umwelt
Nanopartikel und Gesundheit
Nanotechnologie kann zukünftig einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit der Gesellschaft leisten. So wird es möglich sein, neue Diagnostika und Therapeutika zu entwickeln sowie Diagnose und Therapie enger zu verzahnen oder auch die Verträglichkeit von Medikamenten und Medizinprodukten zu verbessern. Die Exposition des Menschen gegenüber den Nanopartikeln selbst ist nicht neu, so werden z.B. bei jedem Verbrennungsvorgang und jedem Vulkanausbruch Partikel emittiert. Aus berufsbedingten Expositionen wie im Bergbau ist jedoch bekannt, dass Stäube entsprechende Erkrankungen hervorrufen können. Auch aus epidemiologischen Studien weiß man, dass eine Erhöhung des PM10-Wertes (Partikeldurchmesser < 10 µm) in der Atemluft mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden ist.
Nanopartikel und Umwelt
Mit der zunehmenden Produktion und dem Einsatz von synthetischen Nanopartikeln ist zukünftig auch mit einem vermehrten Eintrag in den Umweltkompartimenten Boden, Wasser und Luft zu rechnen. Im Verhältnis zu den natürlichen und anthropogenen, aber nicht gezielt erzeugten Partikeln ist ihr Anteil in der Umwelt derzeit vernachlässigbar klein. Trotzdem müssen die Auswirkungen untersucht und analysiert werden, um potentielle nachteilige Auswirkungen frühzeitig zu erkennen.
Denn abhängig von Herstellung, Verarbeitung und Gebrauch können Nanopartikel das Wasser oder die Luft erreichen, um letztlich in den Boden oder das Grundwasser zu gelangen.
Derzeit sind Langzeiteffekte aufgrund der dürftigen Datenlage noch nicht zu abzuschätzen. Die Bioverfügbarkeit und die Mobilität von Nanopartikeln werden von ihrer chemischen Oberfläche abhängen.
Insbesondere bei der Beurteilung der Persistenz und der Bioakkumulation von Nanopartikeln ist deshalb eine umfassende Berücksichtigung aller auch veränderlicher Parameter entscheidend.


