Einmal in der Blutbahn können sich Fullerene im ganzen Körper verteilen und an die Nachkommen während der Schwangerschaft oder durch Säugen weitergegeben werden.

 

Oberflächen-modifizierte Fullerene werden im Folgenden nicht berücksichtigt.

Um die Verteilung der Partikel im Körper über den Blutstrom zu untersuchen, wurden radioaktiv markierte, nicht-modifizierte Fullerene in Ratten gespritzt. Die verabreichten Fullerene wurden in der Leber, der Lunge, aber auch in der Plazenta und im Fötus nachgewiesen. Ebenfalls erfolgte eine Weitergabe der Fullerene an die Nachkommen über die Muttermilch [1-3].

 

Die im Versuch verabreichte Dosis von 0,3 mg 14C markierten Fullerenen pro kg Körpergewicht ist allerdings hoch und käme so in der Realität nicht vor. Dennoch bestätigt dieser Versuchsansatz, dass nicht alle biologischen Barrieren für so winzige Nanopartikel wie die Fullerene (0,7 nm) ein Hindernis sind. Ähnliche Ergebnisse sind auch bei menschlichen Plazenten gefunden worden [4].

 

 

Literatur arrow down

  1. Sumner, SC et al. (2010), J Appl Toxicol, 30(4): 354-360.
  2. Synder RW et al. (2015), J Appl Toxicol, 35:1438-1451
  3. Sumner SCJ et al. (2015), J Appl Toxicol, 35:1452-1464
  4. Wick, P et al. (2010), Environ Health Perspect, 118(3): 432-436.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok