Studien mit dem Ziel einer biomedizinischen Anwendung von Graphen-verwandten Materialien liefern erste Aufschlüsse zur Verteilung im Körper. Eine aktuelle Literaturstudie zu 34 Originalartikeln kommt zu dem Schluss, dass der Großteil der Graphen-verwandten Materialien bisher keine schädlichen Effekte zeigt.

 

Verschiedene Graphen-verwandte Materialien, insbesondere Graphenoxid, werden als Kandidaten für eine potentielle Anwendung im biomedizinischen Bereich gesehen und sollen z.B. als Wirkstoffträger mithilfe des Blutstromes gezielt an Zielorgane und –Zellen gelangen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Großteil aller bisherigen in vivo Studien die intravenöse Gabe von Graphen-verwandten Materialien und deren Verteilung im Körper untersucht. Bussy und Kollegen zufolge wurden 64% der Graphen-verwandten Materialien über diese Route dem Körper zugeführt [1]. Zudem zeigte die Studie, dass die meisten der verwendeten Materialien, die als Graphen bezeichnet wurden, streng genommen dieser Bezeichnung nicht gerecht wurden. Insgesamt wurde für die untersuchten Graphen-verwandten Materialien eine Anhäufung in den Lungen, in der Leber und in der Milz gefunden. Der Großteil der Graphen-verwandten Arten zeigte jedoch keine schädlichen Effekte. Trotzdem sind weitere Studien in diesem Bereich dringend notwendig.

 

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  1. Bussy, C. et al (2015), Nanoscale, 7: 6432-6435

 

 

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